Unsere Straßen – unsere Plätze! Gegen rechte Hetze! Für ein solidarisches Miteinander!

111nov 222novZum mittlerweile vierten Mal in diesem Jahr findet am 5. November die „Merkel muss weg“-Demonstration statt. Sie hat sich als zweitgrößter regelmäßig stattfindender Aufmarsch eines gewaltbereiten, offen neonazistischen Spektrums in Berlin etabliert.
Demonstrationen wie diese verstärken ein gesellschaftliches Klima, in dem sich rassistisch motivierte Täter*innen als Vollstrecker*innen eines vermeintlichen „Volkswillen“ sehen. Sie reihen sich nahtlos ein neben den Schmöllner Anwohner*innen, die den Suizid eines minderjährigen Geflüchteten bejubeln und befeuern. Sie bilden den Nährboden und Katalysator für die über 1100 Angriffe auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte, und mindestens 11 versuchte Tötungsdelikte durch Nazis und Rassist*innen alleine dieses Jahr.

(Mit-)Verantwortlich dafür ist auch die AfD. Mit ihrer rassistischen, antisemitischen und chauvinistischen Hetze in Medien und Politik verschiebt sie die Grenze des Sagbaren immer weiter nach rechts. Einige Politiker*innen anderer Parteien springen auf diesen Zug auf. So werden menschenverachtende Äußerungen zum Normalzustand.
War die AfD am Anfang noch um Abgrenzung zu neonazistischen Millieus und Akteur*innen bemüht, hat sie dies mittlerweile aufgegeben. Roland Ulbrich, Teil der „Patriotischen Plattform“, tritt nun auch offiziell auf der Demonstration auf.

Auch wenn die Nazis bei den vergangenen Aufmärschen laufen konnten, so haben unsere Gegenproteste gezeigt, dass es den Menschen in Berlin nicht am Arsch vorbei geht, wenn über Tausend Nazis durch Mitte ziehen – in „HKN KRZ“-T-Shirts, mit Hitler-Gruß, den „nationalen Sozialismus“ fordernd.
Auf diesen Erfahrungen aufbauend möchten wir uns am 05. November gemeinsam mit euch erneut den Nazis entgegen stellen – bunter, vielfältiger und entschlossener als zuvor. Wir treffen uns dieses Mal direkt am Aufmarschort der Nazis und Rassist*innen und bereiten ihn ein unschönes Willkommen.

Lasst uns den Faschos zeigen, dass Berlin auch mit AfD-Beteiligung ein umkämpftes Pflaster für sie bleibt. Lasst uns die Frustration der letzten Versuche mitnehmen und diesmal kraftvoll zeigen, wofür wir einstehen: einen konsequenten Antifaschismus – gegen Nazis, Rassismus und soziale Spaltung. Und vor allem: für eine solidarische Alternative!

Kommt am 05. November um 13:00 Uhr zu den Vortreffpunkten S-Bahnhof Wedding oder zur antifaschistischen Kundgebung am Washingtonplatz (Berlin HBF).

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